Malta – ein ideales Ziel für eine Sprachreise

Die Stadt Sliema befinden sich direkt gegenüber von Valletta, der Hauptstadt Maltas. Nur der Sliema Creek liegt dazwischen, von welchem aus die Seeleute Malta verließen, nachdem sie am Point Tigné ein Gebet Richtung Himmel geschickt hatten. Die heilige Mutter Maria soll sie beschützen sowie ihnen eine friedliche und ruhige Seefahrt schenken. So gelangte die Stadt zu ihrem Namen, „Sliema“ - auf Maltesisch „Friede“.

Nun kommen die Traunsteiner Schüler zwar den umgekehrten Weg und obendrein noch aus der Luft, und doch steht auch ihre Reise im Zeichen des Friedens.  Natürlich geht es bei dieser Sprachreise in erster Linie um die Sprachpraxis, doch gerade die Sprache und die Kunst der Kommunikation sind Schlüssel zu einem friedlichen Zusammenleben. Die Erlebnisse dieser Woche sind von unermesslichem Wert; sie tragen dazu bei, Vorurteile gegenüber einer fremden Kultur abzubauen oder vorweg zu verhindern. Englisch, die zweite Amtssprache auf Malta, ist längst die Lingua franca - die weltweite Verkehrssprache, mit der sich täglich weit mehr Menschen verständigen als es Muttersprachler gibt. Englisch ist für 340 Millionen Menschen die Muttersprache, dem stehen 1,75 Milliarden Sprecher gegenüber – Tendenz weiter steigend.

 

Malta dient sowohl als positives als auch als mahnendes Beispiel für das Zusammenleben verschiedenster Kulturen. Auf der Mittelmeerinsel begegnet man einem wilden Potpourri aus arabischer, italienischer und britischer Kultur. Klingt unmöglich und ist doch atemberaubend, faszinierend und verblüffend harmonisch. Allerdings war die Vergangenheit alles andere als friedlich. Malta war die längste Zeit ihrer Geschichte blutig umkämpft. Nach dem Niedergang des römischen Reiches waren es zunächst die Araber, die von Tunesien aus die Insel eroberten. Zeuge dieser Zeit ist primär die maltesische Sprache, der einzige arabische Dialekt, der lateinische Buchstaben verwendet. Schon bald eroberten christliche Herrscher die Inseln, die sich den Überfällen der Mauren und später der Osmanen nur schwer widersetzen konnten. Schließlich übertrug Kaiser Karl V. die Insel dem Ritterorden der Johanniter mit dem Auftrag, aus Malta ein Bollwerk zur Verteidigung des Christentums zu machen. Kurz nach der Ankunft der Johanniter kam es zur blutigsten Schlacht der Geschichte Maltas, the Great Siege, welche die Christen für sich entscheiden konnten. Die Johanniter wiederum prägten die Insel am nachhaltigsten, ihre Bauwerke und ihr Erbe ist bis heute am deutlichsten sichtbar.

In der neueren Geschichte war Malta über 150 Jahre britische Kronkolonie. Auch diese Phase hinterließ ihre kulturellen Spuren, die zu dieser außergewöhnlichen Mischung der maltesischen Kultur führte, welche einzigartig auf der Welt ist. Heute steht Malta für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen und etablierte sich in den letzten Jahrzehnten zum Hotspot für Sprachschulen. In Sliema und St. Julian's wurde ein Netzwerk von Sprachschulen, Gastfamilien und Ausflugstourismus aufgebaut, welches den Sprachtourismus auf der Insel beflügelt. Die Zahl der Sprachschüler steigt jährlich und wurde in diesen beiden Städten zu einem wichtigen Teil der Wirtschaft.

Die maltesischen Sprachschulen sind sehr gut organisiert und bieten den Schülern der Reiffenstuel-Realschule neben dem Unterricht die Möglichkeit die Kultur Maltas hautnah zu erleben. Das Leben mit den Gastfamilien ermöglicht darüber hinaus authentische Einblicke, die man als Hoteltourist nicht bekommen wird.

Malta

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