Geografielehrer Bernhard Seidel verlegte seinen Fachraum aus dem Schulhaus in die Alpen

Geografieunterricht der besonders anschaulichen Art bot Herr Seidel 29 Schülerinnen und Schülern aus allen 9. Klassen der Reiffenstuel-Realschule in diesem Herbst.

Das Lehrplanthema „Markante Landschaftsformen der Alpen und des Alpenvorlands“ sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort erfahren und die Landschaftsformen in der Natur wiedererkennen.

Die Teilnahme an dieser Exkursion war freiwillig, doch das Angebot nahmen viele Jugendlichen sehr gerne an und erlebten einen wunderbaren Tag in den heimischen Bergen.

Bei besten Voraussetzungen – es war trocken und sonnig, die Temperaturen lagen um die 20 Grad – startete man am 23. Oktober 2019 in Bergen mit der Seilbahn bis zur Mittelstation. Der Aufstieg bis zum Gipfel dauerte dann aber doch 1,5 Stunden, da drei Pausen eingelegt wurden, in denen erdkundliche Inhalte vermittelt wurden. Alle Beteiligten bewältigten die Herausforderung des Aufstiegs ohne größere Probleme – einzelne Schüler waren sogar kaum zu bremsen, sodass die begleitenden Lehrkräfte Herr Seidel und Frau Kiwitt Mühe hatten, mit ihnen Schritt zu halten.

Oben auf dem Gipfel des beliebten Chiemgauer Wanderbergs angelangt, wurden die Schülerinnen und Schüler für ihren Einsatz beim Aufstieg mit einem wunderbaren Gipfelerlebnis belohnt. Lediglich Teile des Alpenvorlandes war zu Beginn noch unter Wolken, aber nach kurzer Zeit öffnete sich eine Sicht bis zum Bayerischen Wald, von dem vereinzelte Gipfel aus dem Wolkenmeer ragten. In der anderen Richtung hatten die Beteiligten eine phantastische Sicht bis weit in die vergletscherten Zentralalpen und sahen u. a. den Großglockner. Diese klare Sicht ermöglichte es Herrn Seidel umso besser, mit den Schülerinnen und Schülern die Landschaftsformen zu besprechen, die auch in einer Kurzarbeit in der 9. Jahrgangsstufe relevant sein werden. So erfuhren die Jugendlichen, dass der Teisenberg mit seinem abgerundeten Gipfel und der Zwiesel mit seinem schroffen Gipfel für unterschiedliche Gesteinsarten stehen. Weit in die Geschichte zurück geht es, wenn die Entstehung des Kalksteins wie etwa am Hochfelln erklärt wird, nämlich über 100 Millionen Jahre. Auch Landschaftsformen des Alpenvorlands wie Zungenbecken und Zungenbeckenseen wie der Chiemsee oder die Moränenlandschaft um Traunstein konnten von den Beteiligten live und aus hilfreicher Vogelperspektive untersucht und diskutiert werden.

Viel zu schnell ging es wieder an den Abstieg, der in 50 Minuten schnell und sicher bewältigt wurde. Um 15 Uhr war die Exkursionsgruppe wieder in Traunstein und jeder der Beteiligten hatte die Natur und das Gemeinschaftserlebnis in der wunderbaren Landschaft vor unserer Haustür voll und ganz genossen.

  • Hochfelln_Oktober_2019

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